Wirtschaftsministerium Berlin

Die Armut in Albanien ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten deutlich gesunken. Die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und der Eurokrise machten sich jedoch auch in Albanien in den letzten Jahren bemerkbar. Das Wirtschaftswachstum konzentriert sich auf die städtischen Regionen Tirana und Durrës. In den ländlichen Gebieten ist die wirtschaftliche Perspektive der Menschen und ihre Versorgung mit grundlegender Infrastruktur unzureichend. Deshalb ziehen viele Menschen in die Städte. Albanien ist reich an Biodiversität. Angesichts der vielen weiteren Herausforderungen des Landes hat ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und Umweltschutz aber noch eine nachgeordnete Priorität.

Seit Juni 2014 hat Albanien den Kandidatenstatus für eine EU-Mitgliedschaft. Ein EU-Beitritt ist unumstrittenes Ziel aller politischen Kräfte. Die Heranführung an den Europäischen Besitzstand stellt das Land aber noch vor enorme Herausforderungen. Mangelnde Rechtssicherheit, Defizite in der Infrastruktur, Korruption und organisiertes Verbrechen sind ein Hemmschuh für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die seit September 2013 amtierende Regierung der sozialistisch geführten “Allianz für ein europäisches Albanien” unter dem neuen Ministerpräsidenten Edi Rama hat entschlossene Reformschritte zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit eingeleitet und verzeichnet erste Erfolge im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen. Gleichwohl ist Albanien im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International mit 33 von 100 möglichen Punkten auf Platz 110 von 175 Staaten.

Mehr zum Thema: https://www.bmz.de/de/laender_regionen/Mittel-Ost-und-Suedosteuropa/albanien/zusammenarbeit/index.html

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