DEZA, Switzerland

Armut ist mehr als ein Mangel an Einkommen, Nahrungsmitteln und Schulbildung. Armut bedeutet gleichzeitig auch Angst und Machtlosigkeit, Unsicherheit und Rechtlosigkeit, Diskriminierung und staatliche Willkür. Langfristig lässt sich Armut nur vermindern und die Entwicklung vorantreiben, wenn Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Rechtssysteme gefördert werden.

Die verheerenden Folgen von Korruption im Kampf gegen Armut sind bekannt: unlautere Investitionen, Abzweigung öffentlicher Gelder zu privaten Zwecken, Kleinkorruption als Steuer ohne Wiederverteilung, Straflosigkeit mit Untergrabung der Glaubwürdigkeit des Rechtssystems und deshalb des gesamten Staates. Die DEZA rückt diesem Übel zu Leibe, indem sie sowohl auf der Ebene des Staates als auch der Zivilgesellschaft ansetzt.

Für einen wirksamen Kampf gegen Korruption muss man zwischen zwei Ebenen unterscheiden: Einerseits geht es um direkte Gegenmassnahmen wie Strafrechtsreformen, Antikorruptionsorgane oder Informantenschutz. Andererseits ist Korruption in erster Linie als Symptom einer schlechten Regierungsführung zu verstehen und daher indirekt, durch eine Behebung der Ursachen, anzugehen.

Aus diesem Grund unterstützt die DEZA in den Partnerländern die Arbeit der lokalen NGO in den Bereichen Plädoyer, Sensibilisierung und Interpellation beim Staat.

https://www.eda.admin.ch/deza/de/home/themen/staats-_und_wirtschaftsreformen/korruptionsbekaempfung.html

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